die Wurzeln unserer Schule

Überblick der Schulgeschichte
Mathilde Eller und Otto Speck

Historie

Die Wurzeln von zwei alten Bäumen stehen für die weit in die Vergangenheit zurückreichende Geschichte unserer Schule.

Wir sind stolz auf die starken Wurzeln unserer Schule

Als erste Schule Bayerns für Kinder mit einer geistigen Behinderung ist unsere Schulgeschichte untrennbar mit der Geschichte des Bildungsrechts von geistig behinderten Kindern verbunden. Die Gründungszeit unserer Einrichtung ist von großen Namen der Heilpädagogik geprägt.

Mathilde Eller mit vermutlich einer Regelschulklasse beim "Indianerspielen". In den fünfziger Jahren wurden Kinder mit einer geistigen Behinderung als bildungsunfähig erachtet und darum bei der ärztlichen Einschulungsuntersuchung vom Schulbesuch befreit. Mathilde Eller, die Gründerin unserer Schule widersetzte sich diesem gesellschaftlichen Konsens und es gelang ihr, andere Lehrkräfte für ihre Ideen zu begeistern und geistig behinderten Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen.
Otto Speck im Musikunterricht für Schüler mit geistiger Behinderung. In der schulpolitischen Auseinandersetzung der frühen sechziger Jahre über die Form der Eingliederung von Kindern mit einer geistigen Behinderung in das öffentliche Erziehungssystem errangen Mathilde Eller und der Lehrer Otto Speck im Bildungspolitischen Ausschuss des Landtages einen wichtigen Sieg für ihre Schüler und Schülerinnen. Es gelang ihnen, ihre Forderungen nach einem grundlegendem Recht auf Bildung und Erziehung durch eine Lehrkraft für alle Kinder, gegen das von Politikern favorisierte „Tagesstättenmodell“ durchzusetzen. So konnte der Unterricht an der neu errichteten Schule in der Klenzestraße 27 im Jahr 1963 endlich offiziell beginnen.
Mathilde Eller mit einer jungen Frau mit geistiger Behinderung.

Mathilde Eller engagierte sich, geprägt von ihrer tiefen Verwurzlung im katholischen Glauben auch künftig lebenslang für Menschen mit einer geistigen Behinderung. Sie war maßgeblich an der Entwicklung und dem Aufbau weiterer lebensrelevanter Einrichtungen beteiligt. In Kooperation mit der Caritas gründete sie Institutionen wie z. B. die erste Schulvorbereitenden Einrichtung (SVE) für geistig behinderte Kinder in der Ignaz Perner Straße und die erste Werkstatt für Erwachsene mit einer geistigen Behinderung in der Humboldtstraße.

Otto Speck bei einem Vortrag an der Mathilde-Eller-Schule 2008. Prof. Dr. Otto Speck wurde in seiner weiteren Laufbahn als Lehrstuhlinhaber des Lehrstuhles für Geistigbehindertenpädagogik an der LMU München zu einer der prägenden Persönlichkeiten der Heilpädagogik im deutschsprachigen Raum. Sein Einsatz für Würde, Teilhabe und Bildung aller Kinder, unabhängig vom Schweregrad ihrer Behinderung ist international anerkannt.
Mathilde Eller erhielt vom damaligen Ministerpräsidenten den Bayerischen Verdienstorden. Für ihr Lebenswerk erhielt Mathilde Eller das Bundesverdienstkreuz und den bayerischen Verdienstorden.

Die Gründungsgeneration formulierte seinerzeit einen visionären und damals auch radikalen Anspruch auf Bildung für Menschen mit einer geistigen Behinderung. Dieser bildet auch heute die Grundlage der Arbeit des Kollegiums unserer Schule. Wir sind stolz auf diese starken geistigen Wurzeln und ebenso auf die gute kämpferische Tradition.

 

Ein Überblick über die Schulgeschichte

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Die Fünfiziger

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